Sprechblase, Megafon

Mitten hinein ins Weltall

Mitten hinein ins Weltall

Schuhe aus und hinein ins Abenteuer! So begann ein ganz besonderer Schultag. Zu Besuch war Klaus mit seinem mobilen Planetarium (https://sternwarte-sessenbach.de/Das-Planetarium ). Plötzlich verwandelte sich unser Musikraum in eine große blaue Kuppel, die ein wenig an ein Iglu erinnerte. Durch einen zunächst geheimnisvoll wirkenden Eingang betraten die Kinder eine völlig neue Welt: das Weltall.

Unter der großen Kuppel konnten wir erleben, wie unsere Erde im Weltall aussieht, wo sich die Planeten befinden und wie unser Sonnensystem aufgebaut ist. Besonders spannend war die Frage nach dem Weg der Sonne: Wo geht sie auf? Wo zieht sie am Himmel entlang? Wo steht sie am höchsten? Wo geht sie unter – und wo auf der Erde ist sie eigentlich gar nicht zu sehen? Mit anschaulichen Darstellungen machte Klaus diese Vorgänge für die Kinder erlebbar.

Ein besonderes Highlight waren die Aufnahmen der Sonne, die Klaus selbst mit seinem Teleskop gemacht hatte. Dabei konnten wir faszinierende Strukturen auf der Sonnenoberfläche entdecken. Wir erfuhren, dass die Sonne kein fester Körper, sondern ein riesiger Ball aus heißem Gas bzw. Plasma ist. Auch Sonnenflecken und Protuberanzen konnten wir auf seinen Aufnahmen bestaunen. Kaum zu glauben, dass wir solche beeindruckenden Erscheinungen direkt aus unserem eigenen Sonnensystem betrachten konnten!

Doch natürlich blieb es nicht bei der Sonne. Gemeinsam begaben wir uns auf eine Reise durch den Sternenhimmel. Wir staunten darüber, dass unsere Sonne zwar für uns riesig erscheint, im Vergleich zu vielen anderen Sternen aber keineswegs zu den größten gehört. Manche Sterne sind deutlich größer – allerdings so weit von der Erde entfernt, dass wir sie mit bloßem Auge nicht erkennen können.

Unter der Planetariumskuppel entdeckten wir bekannte Sternbilder wie den Großen Wagen und den Kleinen Wagen. Auch Geschichten aus der griechischen Mythologie wurden lebendig: Klaus erzählte uns unter anderem von Andromeda und Medusa und davon, wie die Menschen früher die Geschichten durch die Sternbilder erfanden.

Und dann hieß es: Anschnallen. Wir fliegen weiter! Unser nächstes Ziel war der Saturn. Besonders beeindruckend war sein berühmter Ring. Wir erfuhren, dass dieser gar kein durchgehender, fester Ring ist, sondern aus unzähligen kleinen Eis- und Gesteinsbrocken besteht. So nah am Saturn zu sein, war für viele Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Viel zu schnell verging die Zeit. Am liebsten hätten wir noch viele weitere Stunden gelauscht, gestaunt und Fragen gestellt. Das Planetarium hatte uns mitten hinein ins Weltall gebeamt – ganz ohne Rakete, aber mit großer Wirkung und riesengroßen Kinderaugen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Klaus für seine engagierten und spannenden Erzählungen, sein großes Fachwissen und seine Begeisterung für das Weltall. Mit seiner anschaulichen Art hat er die Kinder mit auf eine Reise genommen, von der sie sicherlich noch lange erzählen werden.

Unser besonderer Dank gilt auch unserem Förderverein, der dieses tolle Erlebnis ermöglicht hat. So durfte jede Klasse unser mobiles Planetarium besuchen und auf ganz besondere Weise lernen, staunen und entdecken.

Für uns war dieser Tag eine Reise in eine ganz neue Welt. Und auch wenn wir am Ende wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wird das Weltall uns noch eine ganze Weile beschäftigen. Sicherlich werden wir in den nächsten Sachunterrichtsstunden noch viele Fragen aufgreifen, unser Wissen erweitern und dabei immer wieder an unseren faszinierenden Ausflug ins Universum zurückdenken.

Ein Tag voller Sterne, Planeten und großer Entdeckungen – und ein Erlebnis, das uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird!